Hannover – Markt für Gewerbeimmobilien boomt

In Hannover und dem Umland sind die Umsätze auf dem Markt für Büro- und Logistikimmobilien zuletzt stark gewachsen. Wenig Leerstände – und Flächen werden knapp, der Markt für Gewerbeimmobilien boomt.

In der Landeshauptstadt und dem Umland sind im vergangenen Jahr knapp 21 Prozent mehr Büroflächen verkauft oder vermietet worden als noch 2016. Bei Logistikimmobilien beträgt der Zuwachs sogar satte 50 Prozent, wie aus dem Immobilienmarktbericht der Wirtschaftsförderung hervorgeht.

Bei den Büroimmobilien stieg der Umsatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 25.000 Quadratmeter auf 145.000 Quadratmeter an. Rund ein Drittel des Gesamtumsatzes entfiel dabei auf Hannovers Innenstadt. Dickster Fisch ist dort das bisher noch von Deutschen Bahn genutzte Gebäude an der Joachimstraße. Es wird bis 2020 saniert und danach langfristig von der Stadt Hannover für den derzeit im Ihme-Zentrum ansässigen Fachbereich Jugend und Familie angemietet. Platz zwei auf der Rangliste nimmt das künftige Innovationszentrum des Automobilzulieferers Wabco am Lindener Hafen ein, Platz drei der im Bau befindliche neue Bürokomplex der Siemens-Niederlassung Hannover an der Karlsruher Straße in Laatzen.

Markt für Gewerbeimmobilien boomt – Hannover auf Platz acht in Deutschland

Hannover liegt, was die gesamte Bürofläche angeht, mittlerweile auf Platz acht in Deutschland. „Das Investitionsrisiko ist aufgrund der niedrigen Leerstände von 3,5 Prozent in Hannover gering“, schreiben die Marktexperten. Die erzielten Spitzenmieten in der City sind zuletzt stabil geblieben und liegen bei 15 Euro pro Quadratmeter. Gestiegen sind sie dagegen am Innenstadtrand und an den Ausfallstraßen. Wurden hier 2016 noch deutlich weniger als 11 Euro erzielt, waren es ein Jahr später 13,30 Euro. „Diese Entwicklung ist positiv zu sehen“, heißt es im Immobilienbericht.

Der Markt für Gewerbeimmobilien wächst in Hannover

Im Logistikbereich sind 2017 rund 260.000 Quadratmeter umgeschlagen worden, was deutlich über dem Gesamtumsatz der sechs Jahre liegt. Größtes Projekt war das neue Zentrum an der Autobahn 7 in Großburgwedel, das vom Logistikdienstleister Fiege und von der Drogeriekette Rossmann genutzt wird. Besitzer ist mittlerweile ein Immobilienfonds aus Österreich. Ebenfalls in die Statistik eingeflossen ist das Sortierzentrum für den Internetgiganten Amazon. Die Unternehmensgruppe Baum lässt es in diesem Jahr an der Autobahn 2 in Garbsen errichten.

Insgesamt ist Hannover der nach Hamburg bedeutendste norddeutsche Logistikstandort. Bemerkbar macht sich das unter anderem dadurch, das mittlerweile Flächen für neue Projekte knapp werden.

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